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Warum zog Henry VIII Spaniels seinen Frauen vor?

Der Hof von Henry VIII, dem König, der für seine sechs Ehen und die berüchtigte Behandlung seiner Frauen berühmt wurde, war voll von rennenden vierbeinigen Hunden. Die Hunde waren so zahlreich und wild, dass der König schließlich ein Dekret erließ, das die Tiere aus den Kammern verbannte. Der Erlass enthielt jedoch eine Ausnahme für kleine Rassen wie Spaniels. Henry VIII mochte besonders zwei vierbeinige Hunde mit Namen: Cut und Ball. Die Welpen waren beschäftigt, neugierig und energisch, so dass sie sich oft verirrten. Der König liebte seine Haustiere so sehr, dass er die riesige Summe von damals fast 15 Schilling bezahlte, um sie zu finden und sicher in die königlichen Gemächer zu bringen. Glücklicherweise waren die Halsbänder der vierbeinigen Haustiere aus purpurrotem Samt und Goldmaterial und mit Perlen besetzt viel breiter als die heutigen Halsbänder, trugen Henry Wappen und Tudor-Abzeichen, damit ihr Besitzer leicht identifiziert werden konnte. Henry VIII legte Wert darauf, seine Hunde gefüttert, sauber und gepflegt zu halten.



Der berühmteste Tudor-Hund scheint Anne Boleyns Hund Pourquoi (oder Purkey) zu sein. Anne trennte sich selten von ihrem Haustier und fütterte es oft von ihrem eigenen Teller. Als der Hund 1534 angeblich aus einem Fenster fiel und starb, war Anne untröstlich. Die letzte Frau Henrys VIII, Katherine Parr, war dagegen eine starke Protestantin. Sie nannte ihren Lieblingshund "Gardiner" zu Ehren des konservativen Bischofs Stephen Gardiner (der später Lordkanzlerin Mary I wurde). Wie die Anekdote erzählt – einst kleidete die Aristokratin ihren Hund in Kirchengewänder und sorgte damit für Freude bei den Höflingen.




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